Korsakow Syndrom

Das Korsakow-Syndrom ist eine psychische Störung, die zu Gedächtnisstörungen (Amnesien) führt und wird deshalb heutzutage als amnestisches Syndrom (ICD-10-GM-2016: F10.6) beschrieben.
Vor allem ein übermäßiger Konsum von Alkohol über Jahre aber auch Infektionskrankheiten, Vergiftungen und Traumata sind als Ursachen bekannt. Oftmals ist vorab eine Wernicke-Enzephalopathie (krankhafte Veränderung des Gehirns) vorhanden, die in das amnestische Syndrom übergeht.

Betroffene Menschen können sich vor allem neue Dinge nicht mehr merken (anterograde Amnesie) und sind desorientiert, wobei Altbekanntes in gewissem Maße weiterhin bestehen bleibt. Haben Patienten Erinnerungslücken, füllen sie diese mit neuen nicht immer wahrheitsgemäßen Inhalten aus (Konfabulationen) ohne davon Kenntnis zu haben. In den meisten Fällen geht mit der Erkrankung eine Persönlichkeitsveränderung einher.
Die Symptome führen dazu, dass viele Betroffene ihren Alltag nicht mehr bewältigen können und dementsprechend 24 Stunden auf Hilfe anderer angewiesen sind.

Entdeckt man die Wernicke-Enzephalopathie oder das amnestische Syndrom frühzeitig kann eine leichte Verbesserung des Zustandes erreicht werden, indem der Betroffene völlig auf Alkohol verzichtet, sich gesund ernährt und gewisse Vitamine (vor allem Vitamin B1) durch Ersatzpräparate zu sich nimmt.

Bei dem Verzicht auf Alkohol können Medikamente und Psychotherapeuten unterstützend tätig sein. Ebenso können Selbsthilfegruppen – auch für Angehörige- aufgesucht werden.

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