Astrozytom

Astrozytom oder auch astrozytäres Gliom ist mit über 60 % die häufigste Krebsart des Gehirns. Die entarteten Astrozyten (Gliazellen im Gehirn und Rückenmark –ZNS) können gutartige (benigne) aber auch bösartige (maligne) Geschwülste (Tumore) bilden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet anhand des Schweregrades vier verschiedene Arten:

Grad I: pilozytisches Astrozytom (gute Heilungschancen)
Grad II: diffuses Astrozytom (Übergang in bösartigen Tumor möglich)
Beide Arten der Astrozytome sind gutartig und wachsen langsam.

Grad III: anaplastisches Astrozytom (OP und Strahlen- oder Chemotherapie notwendig)
Grad IV: Glioblastom (häufigste Form, schlechte Prognose)
Beide Tumorarten sind bösartig und wachsen rasch.

Grundsätzlich wird versucht das Astrozytom operativ zu entfernen, jedoch hängt dies davon ab, wo sich der Tumor befindet. Ist er an einer nicht-operativen Stelle oder das Astrozytom gutartig, wird eine Strahlen- oder Chemotherapie angeordnet. In einigen Fällen sind beide Maßnahmen (OP und Chemotherapie bzw. Strahlentherapie) notwendig, da zum Beispiel die diffus gewachsenen Tumore nicht vollständig entfernt werden können.

Astrozytome zeigen sich bei ca. 50 % der Patienten durch einen epileptischen Anfall, da der Tumor das Gehirngewebe verdrängt. Ebenso können Übelkeit und Erbrechen (vor allem morgens und bei leerem Magen), Schwindel, Kopfschmerzen, Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle und Sehstörungen auftreten. Des Weiteren kann es zu Persönlichkeitsveränderungen und Antriebsstörungen kommen.

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